Wildtierland Gut Klepelshagen

Leben und Wirtschaften mit der Natur – das ist die Philosophie vom Wildtierland. Wildtierland ist überall dort, wo Menschen auf Natur und damit auch auf Wildtiere Rücksicht nehmen und sich an ihnen erfreuen. Die Ansprüche und Bedürfnisse von Wildtieren zu respektieren, ist eine große Herausforderung. Nicht nur für Land- und Forstwirte, sondern auch für Haus- und Gartenbesitzer, für Spaziergänger, Hundeliebhaber und alle, die sich gern in der Natur aufhalten. Es Wildtieren zu ermöglichen, ihr jeweils oft sehr spezifisches Leben zu führen, ist mühsam für uns Menschen und oft konfliktreich. Da sind die Rothirsche, die zum Ärger des Waldbesitzers die Bäume anknabbern, der Maulwurf, der den frisch gesäten Rasen bearbeitet und die Wildbienen, die uns beim Picknick umschwirren. Doch die Deutsche Wildtier Stiftung ist davon überzeugt, dass Konflikte mit Wildtieren lösbar sind und dass am Ende ein Leben mit Wildtieren erfüllender ist, als ohne sie. Das Zwitschern der Vögel am Morgen, der elegante Sprung des Eichhörnchens im Baum, das äsende Reh auf einer Wiese und das Quaken von Fröschen in der Dämmerung – wir Menschen leben von diesen Momenten.

Deshalb zeigen wir im Südosten Mecklenburg-Vorpommerns, in Wildtierland Gut Klepelshagen, wie ein Leben und Wirtschaften mit der Natur funktionieren kann. Land- und Forstwirtschaft wie auch der Jagdbetrieb verknüpfen ökonomische Ziele mit den Ansprüchen von Wildtieren. Das reicht von späten Mahdterminen auf den Wiesen über Brachen und ungenutzte Flächen bis zu Jagdruhezonen, in den Wild Sicherheit und Nahrung findet. Und eine artgerechte Haltung unserer Nutztiere ist eine Selbstverständlichkeit. Zu einem Wirtschaften mit der Natur gehört schließlich auch die Erzeugung hochwertiger Nahrungsmittel. In der Gourmet Manufaktur Gut Klepelshagen werden Rinder und Schweine vor Ort geschlachtet und zu wohlschmeckenden Produkten verarbeitet. Fleischgenuss ohne Reue.

 

Die Wildtiere

Dem Rothirsch gilt in Wildtierland Gut Klepelshagen besondere Aufmerksamkeit. Gut Klepelshagen zeigt, dass auch mit Rotwild Land- und Forstwirtschaft wirtschaftlich erfolgreich betrieben werden kann. Im Wald und in der Feldflur finden viele Wildtiere – Vögel und Amphibien, Insekten und Säugetiere – Lebensräume und Ökosysteme. Neben Trauerseeschwalbe, Schwarzspecht, Seeadler und Kranich fühlen sich zum Beispiel insgesamt 96 Vogelarten hier wohl.


Die Landwirtschaft

Wildtierland Gut Klepelshagen ist ein Paradies für Wildtiere, aber auch ein landwirtschaftlicher Betrieb mit Rinder- und Schweinehaltung sowie Ackerbau. Produziert wird nach den strengen Kriterien von Bioland, Deutschlands größtem ökologischem Anbauverband. Auf ausgedehnten Weiden grasen etwa 350 Rinder. Die Gourmet Manufaktur Gut Klepelshagen stellt vor Ort Premium-Produkte her und garantiert Transparenz vom Tier bis auf den Teller.

 


Die Jagd

Die Jagd spielt im etwa 1.700 ha großen Eigenjagdbezirk von Wildtierland Gut Klepelshagen eine bedeutende Rolle. Das Gut ist Teil der Hegegemeinschaft Rothemühl. Gejagt wird Reh-, Schwarz- und Rotwild, um die Bestände zu reduzieren und Wildbret zu hochwertigen Lebensmittel zu verarbeiten. In Wildtierland Gut Klepelshagen setzt die Stiftung ihre jagdpolitischen Forderung konsequent um: kürzere Jagdzeiten, ein Nachtjagdverbot und Jagdruhezonen.

 


Die Forstwirtschaft

Der Wald in Wildtierland Gut Klepelshagen erinnert an vielen Stellen an einen „Märchenwald“. Die rund 850 Hektar von der Buche dominierter Laubwald werden so bewirtschaftet, dass sie mit ihren Mooren und Söllen, ihren Dickungen und Lichtungen auch unverzichtbare Lebensräume für Wildtiere sind. Schwarzspecht und Seeadler, Rothirsch und Rotbauchunke, Kranich und Kröte, Amphibien und Ameisen – sie alle profitieren von der naturnahen Bewirtschaftung des Waldes.

 


Geschichte

Der Name „Klepelshagen“ wurde Anno 1295 das erste Mal urkundlich erwähnt. Was dann in den nächsten 700 Jahren folgte, ist bewegte Geschichte! Das Dorf Klepelshagen im südöstlichen Mecklenburg-Vorpommern verwandelte sich im Laufe der Jahrhunderte von einer „wüsten Feldmark“ in das Wildtier-Paradies der Deutschen Wildtier Stiftung und in einen modernen Gutsbetrieb, der nach den strengen Kriterien des ökologischen Landbaus arbeitet.