Für deine Gesundheit

Je nach dem, wie Tiere gehalten werden, wirkt sich das auf die Qualität des Fleisches aus. Ein Bio-Siegel bedeutet zum Beispiel nicht automatisch, dass das Tier artgerecht gehalten wurde.

Artgerecht gehaltenes Weiderind, wie wir es in Klepelshagen aufziehen, enthält eine Vielfalt an Nährstoffen und ist mitunter das nährstoffreichste Lebensmittel, was es gibt (1). Weide- und Wildfleisch enthalten beide viele essentielle Aminosäuren, die Vitamine A, B6, B12, D, E, K2 und Mineralien wie Zink, Eisen und Selen. Genau an diesen Nährstoffen mangelt es übrigens großen Teilen der westlichen Bevölkerung (vor allem der US-Bevölkerung), am meisten (2). Bei Fleisch aus Massentierhaltung verändert sich zudem infolge des unnatürlichen Futters und der fehlenden Bewegung das Fettsäureprofil der Rinder zum negativen (3)(4). Unser Weidefleisch enthält mehr Omega3-Fett als konventionell erzeugtes Fleisch und kann dadurch beim Verzehr entzündungshemmende Wirkung auf den Körper haben (5) und damit auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie chronische Erkrankungen eine vorbeugende Wirkung haben (6)(7). Das Fleisch unserer Rinder enthält sogar die größten Mengen an Omega-3 Fett, die je vom Leibnizinstitut gemessen wurden. Außerdem können konjugierte Linolsäuren, auch CLA genannt, bis zu zwei mal so hoch in Weidefleisch vorhanden sein, wie in Mastfleisch. Diese Gruppe von Fettsäuren kann den Abbau von Körperfett beschleunigen und hilft beim Muskelaufbau (8) (9).

Der weltweit wachsende Fleischkonsum, der leider damit einher geht, dass immer mehr Betriebe zu Massentierhaltung umstellen, hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass Fleisch an sich verteufelt wurde und sich immer mehr Menschen entschließen, weniger oder sogar gar kein Fleisch mehr konsumieren zu wollen. Das Problem an den bisherigen Studien, in denen Fleisch als ungesund entlarvt wurde ist jedoch, dass dabei keinerlei Unterschiede dabei gemacht werden, wie sich das Tier ernährt hat, wie es gehalten wurde und ob Antibiotika eingesetzt wurden oder nicht (10)(11).

Unsere Tiere müssen keine Antibiotika verabreicht bekommen, da sie durch ihre artgerechte Haltung gesünder sind als Tiere aus konventionellen Betrieben. Differenziert man hier, so gibt es mehrere Studien, die belegen, dass der Verzehr von Fleisch aus artgerechter Haltung nicht mit der Häufigkeit von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen korreliert (12). Es ist eher das Gegenteil der Fall: Medizinische Marker wie Body Mass Index, Triglyzeride, LDL Cholesterol, HDL Cholesterol und der Blutzuckerspiegel, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen beschreiben, verbessern sich bei erhöhtem Verzehr von gutem Fleisch sogar (13).

Fußnoten:

(1) Fleisch ist mitunter das nährstoffreichste Nahrungsmittel was es gibt: http://nutritionandmetabolism.biomedcentral.com/articles/10.1186/1743-7075-1-2

(2) http://robbwolf.com/2016/01/13/eating-paleo-can-save-the-world/

(3) Red meat in the diet: An update:

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1467-3010.2010.01871.x/abstract

(4) Wege, wie sich das Fettprofil verändern lässt: http://animres.edpsciences.org/articles/animres/abs/2004/02/Z4203/Z4203.html

(5) Wie Aufzucht und Ernährung das Fettprofil von argentinisches Rindern zerstört: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0309174007003233

(6) Konventionelle Fütterung vs Grasfütterung in Bezug auf Nährstoffdichte des Fleisches: https://www.animalsciencepublications.org/publications/jas/abstracts/86/12/0863575

(7) The importance of the omega-6/omega-3 fatty acid ratio in cardiovascular disease and other chronic diseases:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18408140

(8) A review of fatty acid profiles and antioxidant content in grass-fed and grain-fed beefhttp://www.csuchico.edu/grassfedbeef/research/Review%20Grassfed%20Beef%202010.pdf

(9) Conjugated linoleic acid (CLA) reduced abdominal adipose tissue in obese middle-aged men with signs of the metabolic syndrome: a randomised controlled trial.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11477497?ordinalpos=6&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum

(10) Conjugated linoleic acid improves insulin sensitivity in young, sedentary humans.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15126715?ordinalpos=16&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum

(11) Studie, die Fleisch verteufelt, aber keinen Unterschied macht, wie die Tiere aufgezogen wurden: http://archinte.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1134845

(12) http://www.cavemandoctor.com/2012/03/13/red-meat-consumption-and-mortality/

(13) Studie, die widerlegt, dass Fleischkonsum mit Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen korrelliert: http://www.hsph.harvard.edu/nutritionsource/low-fat/

(14) Medizinischen Marker, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen beschreiben, verbessern sich:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2716748/

Viele weitere Studien zur Auswirkung der Ernährung auf das Fettsäureprofil der Tiere: http://www.csuchico.edu/grassfedbeef/research/lipids.shtml

Viele weitere Studien zu den Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen durch Fleischverzehr: http://www.csuchico.edu/grassfedbeef/research/health-lit.shtml